Der Workshop setzt sich anhand des fotografischen Nachlasses von Rita „Tommy“ Thomas mit der Inszenierung queerer Identität, Geschlecht und Familie in der DDR auseinander. Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Beitrag Alltagsfotografie zur Entstehung queerer Erinnerungs- und Vorstellungsräume leisten kann. Nach einer kurzen Einführung arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen direkt mit ausgewählten Fotografien aus Tommys Bildnachlass und entwickeln eigene Lesarten von Queerness und alternativen Familienstrukturen. Dabei wird auch das politische Potenzial scheinbar alltäglicher Schnappschüsse im Kontext der DDR-Familienpolitik diskutiert. Geleitet wird der Workshop von Christian Leitschuh, der sich in seiner Bachelorarbeit intensiv mit dem Nachlass beschäftigt hat und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig studiert.